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Interview Fabienne In-Albon bei Olympia 2016

Fabienne In-Albon ist die beste Golferin der Schweiz. Im Sommer vertrat sie ihr Land bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. In ihrem exklusiven Olympia-Bericht für GOLF DREAMS erzählt die Golf-Proette, die sonst auf der Ladies European Tour (LET) spielt, vom Leben im Olympischen Dorf und den besonderen Gänsehautmomenten in Brasilien sowie bei ihrer Rückkehr.

Was war das für ein überwältigendes Gefühl bei der Eröffnungsfeier, eine Mischung aus Stolz, Ehre und riesiger Freude: Gemeinsam mit dem Schweizer Team bin ich hinter der Schweizer Fahne eingelaufen, das Schweizer Kreuz auf der Brust, empfangen von 85.000 Menschen auf den Rängen des Maracana Stadions. Und das war nur einer der unvergesslichen Momente während der Olympischen Spiele.

Als ich den Finaltag des Herrenturniers miterlebt und die Medaillenfeier gesehen habe, wurde mir klar, dass ich selbst in ein paar Tagen auf dem Platz spielen und um die Medaillen kämpfen darf. Da wusste ich:

„Bald wird mein Kindheitstraum in Erfüllung gehen. Der erste Abschlag des ersten Turniertages war dann Gänsehaut pur!“

Bei meiner Vorstellung hatte ich neben der Vorfreude noch so etwas wie Angst oder Unsicherheit gespürt, denn ich dachte nur daran, wie ich wohl meinen Ball aufteen könne, so sehr zitterten meine Hände. Ich habe es aber geschafft und einen Drive geschlagen, als gäbe es kein Morgen. Ich war vollgepackt mit Adrenalin.

Golf-Pro Fabienne In-Albon trifft Schwimmstar Michael Phelps

Doch nicht nur die die grossen Ereignisse bleiben mir in Erinnerung, es sind auch die kleinen Dinge, die die besondere Atmosphäre dieser einzigartigen Sportveranstaltung ausmachen. Wo sonst fragt man beim Frühstück nach Rührei und ein anderer Sportler beteiligt sich an der Konversation – und dann schaut man auf und stellt fest, dass Michael Phelps, der Schwimmstar und erfolgreichste Olympionike aller Zeiten, neben dir steht?

Ich war regelrecht sprachlos. Auch die Topathleten sind hier „normale“ Menschen und gehen kollegial und freundschaftlich mit den anderen um. Ein weiteres Beispiel ist Golf-Olympiasieger Justin Rose. Als er mich in meiner Golfkleidung sah, grüsste er mich und wünschte mir viel Erfolg für das Turnier.

„Innerhalb des Schweizer Teams war die Stimmung besonders gut. One Team, one Spirit!“

Alles verlief freundschaftlich und wir haben uns gegenseitig motiviert und unterstützt. Jeder von uns wollte den Erfolg und im Team Room haben wir gemeinsam die verschiedenen Sportarten geschaut, um unsere Schweizer Kollegen anzufeuern. Bei schlechten Resultaten reichte man sich die Hand und half sich gegenseitig wieder auf die Beine. Schliesslich kennt jeder von uns das Gefühl einer Niederlage im Sport. Dieses Verständnis war sehr angenehm und toll mitzuerleben.

Emotionale Olympia-Erlebnisse

Die Feier am Ende der Spiele war dann der krönende Abschluss und trotz strömenden Regens wunderschön. Die emotionalen Erlebnisse endeten übrigens nicht mit meinem Abflug aus Brasilien. Bei unserer Rückkehr empfingen uns die Fans am Flughafen mit Kuhglocken und einem Meer aus Schweizer Fahnen.

In der Menge habe ich irgendwann meine Eltern entdeckt, die beiden Menschen, die mich immer unterstützt haben und immer für mich da waren. Das war sehr speziell für mich.

Ein weiterer Empfang wartete noch auf mich in meinem Heimatclub, dem Golfclub Ennetsee. Nach einer Kutschenfahrt begrüssten mich viele Mitglieder und Junioren. Sie hatten die Olympischen Spiele im Fernsehen verfolgt und zeigten mir nun, wie stolz sie auf mich waren. Für mich rundete das einen unglaublichen Sommer ab, den ich ewig in Erinnerung behalten werde!

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  1. Glückwunsch! Fabienne In-Albon …

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