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Der „Gott des Rums“ mixt himmlische Cocktails auf Mauritius

Zitronengras, Zimt, Vanille, Koriander und Rosmarin – wenn Valaytan neue Rum-Kreationen mixt, sind seiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Mit funkelnden Au-gen steht er hinter den Flaschen und Karaffen seiner Bar im Le Saint Gerán. Immer wieder sucht er nach neuen Wegen, um den milden Zuckerrohr-Rum der Insel zu veredeln. Sehr zur Freude seiner Stammgäste, die ihn voller Hochachtung „Gott des Rums“ nennen.

Seit 40 Jahren arbeitet Valaytan in dem One&Only-Resort an der Ostküste der Insel. Valaytan ist nicht irgendein Barkeeper, er ist eine Institution und ein Meister seines Fachs. Auf die Idee, eigene Rumsorten zu kreieren, kam er vor vielen Jahren durch einen reinen Zufall. Damals schmeckte einem Gast der Rum der Insel nicht. „Er war ihm nicht kräftig, nicht aromatisch genug“, erzählt Valaytan.

„Da habe ich nach alten Rezepten meiner Grossmutter Zitronengras, grüne Limonen, Vanille-Schoten und Honig in den weissen Rum gegeben und ihn rund zehn Tage ziehen lassen“, erklärt der Barchef. Als er den Gast seine Kreation probieren liess, war der begeistert. Und wie! Der Gast war ein Journalist der französischen Zeitung Le Figaro. Zurück in Paris schrieb er eine Reportage über Mauritius und sein Erlebnis an der Bar des Le Saint Gerán, wo ihn ein pfiffiger Barkeeper doch noch vom Rum der Insel überzeugt hatte. Der Reporter feierte Valaytan überschwänglich als „Gott des Rums“.

Der Ehrentitel schmeichelte Valaytan, zufrieden aber gab er sich längst noch nicht. Er experimentierte nach dem ersten Erfolg weiter – und das macht er bis heute. Alles, was er dafür braucht, liefert ihm die fruchtbare Insel im Indischen Ozean. Auf der wird der Rum aus dem Zuckerrohr gemacht, das ansonsten zu braunem Zucker verarbeitet wird, wie man im Zuckermuseum Aventure du sucre in der Nähe des Botanischen Gartens von Pamplemousses wunderbar erleben kann.

Die ersten Zuckerrohr-Plantagen legten bereits die Holländer Ende des 16. Jahrhunderts an. Bis heute prägen sie das Bild der Insel. Von den Küsten mit langen Sandstränden erstrecken sich gigantische Zuckerrohrfelder bis an die Ausläufer der über 800 Meter hohen Bergmassive im Landesinneren. Auch viele Golfplätze sind von Zuckerrohr-Plantagen umgeben. Und Rum-Cocktails gibt es natürlich auch in jedem Clubhaus – nicht nur an der Bar von Valaytan.

Mauritius Schildkröte
Bonjour Monsieur Labourdonnais

Labourdonnais ist ein alter Herr. Dennoch ist er jeden Tag an der Südostküste von Mauritius auf dem Golfplatz. Genau genommen lebt er sogar dort. Und für dieses Leben auf dem Anahita Golf Course ist er bestens gerüstet. Labourdonnais trägt zum Schutz vor verzogenen Bällen einen Rückenpanzer. Der berühmteste Einwohner des Anahita Golf Resorts ist eine 100 Jahre alte Riesenschildkröte.

Der betagte Herr hat ein Faible für Golferinnen. „Von Frauen lässt er sich viel lieber mit Bananen oder Äpfeln füttern als von Männern“, erzählt Debbie Williams vom Managementteam des Four Seasons Resorts Anahita. Labourdonnais ist offensichtlich ein Charmeur. Seine Lebensgefährtin in seinem mit Lavasteinen gesicherten Gehege gleich hinter dem Green von Loch Neun ist 70 Jahre jünger. Cleopatre heisst seine Artgenossin.

Labourdonnais ist das Maskottchen des Anahita-Golfresorts und der Liebling der Golf-Fans aus aller Welt. Selbst die ehrgeizigsten unter ihnen nehmen sich an Loch Neun Zeit für einen Besuch bei dem rund einen Meter hohen Tier. Trotz seiner bedächtigen Bewegungen sollte man aufpassen, wenn man ihn und seine Lebensgefährtin mit Obst füttert. Die Riesenschildkröten haben nämlich sehr kräftige Kiefer. Eigentlich aber sind sie friedlich und entspannt. Wer wäre das als Anwohner eines Traumplatzes wie Anahita nicht?