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Golfreisen Schottland: Viele Regionen, eine Leidenschaft

Welcher der vier Himmelsrichtungen man auf Golfreisen nach Schottland auch folgt, man findet fast immer raue Natur, atmosphärische und geschichtsträchtige Städte – und herrliche Golfplätze. Das bedeutet aber nicht, dass es egal ist, wohin man sich wendet. Jede Region hat ihren eigenen, ganz besonderen Charme.

Inverness: Golfreisen in die Highlands

Mit Schottland verbindet man fast unweigerlich schroffe Felsen, weite Grasflächen, Seen, Flüsse und Burgen – kurz, die Highlands. Ihre Hauptstadt ist Inverness, gleichzeitig die nördlichste Stadt im Vereinigten Königreich. Berühmtheit erlangte sie durch Macbeth, der hier im 11. Jahrhundert regierte und es dank William Shakespeare auf die Theaterbühnen dieser Welt schaffte. Zudem befindet sie sich in unmittelbarer Nähe zu Loch Ness. Vom dort beheimateten Ungeheuer geht für Golfer allerdings weniger Gefahr aus als von Loch 14 des Loch Ness Golf Course. Der Bach dort hat sicher schon weit mehr Bälle verschluckt als Nessie.

Bildschöne Küste in Aberdeen

Dunnottar Castle bei Aberdeen c Fotolia

Östlich von Inverness liegt Aberdeen. Der silbergraue Granit, der typisch ist für das Stadtbild, glitzert an sonnigen Tagen, weswegen die Stadt auch „Silver City“ genannt wird. Ein anderer Spitzname ist  „Flower City“, da sie dank ihrer faszinierenden Blumenanlagen bereits mehrfach den Wettbewerb Britain in Bloom gewonnen hat. Eingerahmt wird sie von den beiden Flüssen Dee und Don, deren Ufer zu gemütlichen Spaziergängen einladen, genauso wie der bildschöne Küstenabschnitt mit seinen hoch aufragenden Sanddünen. Aberdeen hat zwei Universitäten, weswegen der Studentenanteil unter den Einwohner recht hoch ist. Apropos hoch: Das gilt auch für den Anteil großartiger Golfplätze. Nur ein paar Minuten von der Stadt entfernt ist die Auswahl schon gross, im weiteren Umland wird sie mit mehr als 50 Anlagen riesig!

Golf-Tradition in St. Andrews

Begibt man sich weiter Richtung Süden, erreicht man St. Andrews. Die Küstenstadt ist im Golfsport so berühmt wie Wimbledon im Tennis, die Streif im Ski-Weltcup oder Monte Carlo in der Formel 1. Sie hat gleich mehrere legendäre Golfplätze, doch der berühmteste ist sicher der seit 1754 bestehende Old Course. Der historische Platz des Royal and Ancient Golfclub of St. Andrews ist der älteste Links-Platz der Welt und befindet sich mit sechs weiteren Kursen auf der gigantischen St. Andrews Links-Anlage. Daneben zählen auch die beiden 18-Loch-Kurse des Fairmont St. Andrews Bay Golf Courses zu den Top-Plätzen des Planeten. Besonders spektakulär sind der schwierige Torrance-Kurs mit seinen typisch schottischen Monsterbunkern und der 2002 eröffnete Kittocks-Kurs, deren Löcher teilweise direkt an den Klippen liegen.

Edinburgh, eine der schönsten Städte Europas

Von St. Andrews aus ist es nur etwas mehr als eine Stunde mit dem Auto bis nach Edinburgh. Schottlands Hauptstadt gilt als eine der schönsten Städte Europas und ist Teil des UNESCO Weltkulturerbe. Besonders das imposante, auf einem Plateau errichtete Edinburgh Castle verleiht ihr eine ganz spezielle Atmosphäre. Von den massiven Festungsmauern aus feuert eine alte Kanone jeden Tag um 13 Uhr – außer sonntags – einen Schuss ab. Nach einem Besuch von Edinburghs Wahrzeichen bleibt noch genug Zeit zum Shoppen in den zahlreichen Geschäften der Stadt oder für eine Stärkung in den erstklassigen Restaurants. Golfern stehen drei hervorragende Plätze zur Auswahl. Der Dunbar Golfplatz befindet sich auf dem Gebiet, auf dem Oliver Cromwells Armee vor dem „Battle of Dunbar“ lagerte. Die heutigen Gegner der Spieler sind natürlich keine Soldaten mehr, sondern Bunker, Wasserhindernisse und der tückische Wind. Traditionsreich geht es auf dem North Berwick Kurs zu. Er ist der drittälteste Golfplatz der Welt und man spielt hier noch immer auf den Original-Fairways! Dritter im Bunde ist der Gullane Course No. 1, mit gleich 124 Sandgruben ein Paradies für Bunker-Liebhaber.

Open Championship Tournament in Ayrshire

Praktisch auf der anderen Seite Schottlands, im Südwesten, befindet sich die Grafschaft Ayrshire mit der Insel Arran vor ihrer Küste. Grüne Hügellandschaften und weitläufige Strände prägen das Gesicht der Region. Hier kommen Geniesser ganz auf ihre Kosten. Viele der Zutaten für die köstlichen, einheimischen Gerichte werden im Umland angebaut oder produziert. In den malerischen Fischerdörfchen kann man den Fang des Tages bestellen und die lokalen Whiskey-Sorten sollte man sich sowieso nicht entgehen lassen. Wegen der gleichnamigen Rinder ist Ayrshire möglicherweise vor allem Landwirten ein Begriff, doch Golfer kennen auch das prestigeträchtige Open Championship Tournament, das hier im Jahr 1860 erstmals veranstaltet wurde. Die drei bekanntesten Plätze Prestwick, Trump Turnberry und Royal Troon sind exzellente Ausgangspunkte für ein Golfabenteuer. Doch auch die kleineren Anlagen sind absolut einen Besuch wert. Gleiches gilt für die Golfplätze der Halbinsel Kintyre, westlich von Arran. Hier befindet man sich bereits in Sichtweite zu Nordirland.